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Standard: Ein- und Aussteigen ins Auto

Standard: Ein- und Aussteigen ins Auto von Diana Poyson Weißt du eigentlich, welche Standards ein Assistenzhund beherrschen sollte? Die Dac...

Standard: Ein- und Aussteigen ins Auto

von Diana Poyson

Weißt du eigentlich, welche Standards ein Assistenzhund beherrschen sollte? Die Dachverbände ADI/ADEu und IAADP haben vor vielen Jahren gemeinsame Standards für Assistenzhunde erarbeitet.

Hier werden wir dir immer wieder zeigen, um welche Standards es geht und wie du sie trainierst.


Beginnen wir mit etwas Alltäglichem: dem Ein- und Aussteigen.
Video Einsteigen
Video Aussteigen

Vielleicht hast du dir schon mal die Frage gestellt, wieso überhaupt muss ich das Ein- und Aussteigen ins Auto üben? Reicht es nicht, wenn der Assistenzhund reinspringt, wenn sich die Tür öffnet und dann wieder rausspringt, wenn ich die Tür aufmache? So schwer kann es doch nicht sein, einfach nur rein ins Auto und wieder raus.


Ganz so einfach ist es dann doch nicht für Assistenzhunde. Die Dachverbände haben das Ein- und Aussteigen zum Standard gemacht. Und zwar so, dass der Assistenzhund wartet, bis er ein- und aussteigen darf und sich selbst nach dem Aussteigen nicht entfernt. Der Hund darf nicht eigenständig ins Auto oder herausspringen, auch bei geöffneten Türen muss er so lange warten, bis er das Kommando erhält, beispielsweise aus dem Auto zu springen. In der Praxis bedeutet dies, dass er selbst dann ruhig im Auto verharren muss, wenn der Lieblings-Spiel-Kumpel am Auto vorbeigeht oder die Tür im Spätherbst schon 15 Minuten geöffnet ist.


Ein Assistenzhund muss jederzeit unter Kontrolle sein, ansonsten kann es beispielsweise, wenn du an einer befahrenen Straße parkst, schnell gefährlich werden, sowohl für deinen Hund als auch für dich. Stell dir nun mal kurz vor, du parkst auf dem Seitenstreifen einer Hauptstraße. Du öffnest die Seitentür, wo dein Hund sitzt und er macht ohne zu zögern einen Satz auf die Straße, nachdem du den Karabiner seines Sicherheitsgurtes ausgeklinkt hast. Alles ging so schnell, dass du es gar nicht geschafft hast, ihn anzuleinen. In der Sekunde siehst du, wie dein Hund dich ansieht, während er halb auf der Straße neben deinem Auto steht, als mehrere Autos mit 50 km/h auf deinen Hund zurasen.


Oder anderes Beispiel: Du parkst auf einem ruhigen Parkplatz. Du hast geschafft, deinen Hund anzuleinen, bevor er herausspringt. Während du gerade seine Leine befestigst, kommt eine Gruppe von drei stürmischen, großen, fremden Hunden auf euch zu. Weil du mit dem Rücken zu der Hundegruppe stehst, kannst du gerade nicht sehen, was hinter dir passiert. Hat dein Hund nicht gelernt zu warten, bis er das Auto verlassen darf, könnte er dich jetzt umreißen, wenn er einfach so herausspringt und verletzen, falls er zu den Artgenossen laufen möchte. Geschweige davon, dass er sich selbst in Gefahr bringen könnte, wenn in dem Moment ein anderes Auto über den Parkplatz fährt.


Diesen Standard kannst du mit wenigen ganz einfachen Trainingsschritten täglich üben, wenn ihr zum Spaziergang, zur Sozialisierung usw. fahrt. So gehen die Trainingsschritte, wenn dein Hund dem Welpenalter entwachsen ist und bereits selbstständig ins Auto springen kann:


Voraussetzung für diese Aufgabe ist, dass dein Hund halbwegs gut das Kommando "Sitz",  "Platz" oder "Steh" und "Warte" beherrscht.


1. Bevor er ein- oder aussteigt, holst du dir die Aufmerksamkeit von deinem Hund und lässt ihn, auf Kommando, sitzen oder stehen. Dann öffnest du die Autotür und er soll warten. Bestätige jeden kleinsten Schritt, den dein Hund richtig macht.


2. Einsteigen: Anschließend lässt du deinen Hund einsteigen, indem du ihm signalisierst, beispielsweise mit deiner lockenden Hand und einem Leckerli, dass er ins Auto springen darf. Führt er es aus, lobst du mit einem Kommando, z. B. "Fein Hopp" und er erhält das Leckerli. Wiederhole das ab jetzt auf jeder Autofahrt, die ihr beide unternehmt und verhindere, dass dein Hund selbstständig ins Auto springen darf ohne diese vorherigen Schritte.

Hat dein Hund verstanden, was "Hopp" bedeutet, kannst du es voranstellen, um ihm nach dem Warten das Kommando "Hopp" zu geben.


3. Aussteigen: Beim Aussteigen, schnallst du deinen Hund zuerst ab oder öffnest die Kenneltür und nimmst ihn an die Leine. Auch hier soll er zuerst "Sitz", "Platz" oder "Steh" und "Warte" ausführen. Keinesfalls darf er das Einklinken der Leine mit der Freigabe zum Sprung verbinden. Animiere ihn nun wieder zum Sprung und sage dabei "Fein Hopp".

Jetzt ist es hier aber noch nicht vorbei, denn beim Herausspringen soll ein Assistenzhund als Standard unbedingt auch noch bei seinem Halter bleiben und sich nicht einfach vom Auto entfernen, selbst wenn er unangeleint wäre. Ist er nun auf deine Freigabe aus dem Auto gesprungen, gibst du ihm das Kommando "Steh" oder "Sitz" und "Warte". Erst wenn er dies ausführt, belohnst du ihn. Ist das für deinen Hund bei den ersten Versuchen noch zu schwer, kannst du ihn auch zwischendrin schon mal belohnen für jeden kleinen Schritt.  Also beim Aussteigen ist der Ablauf: Er sitzt, liegt oder steht und wartet, springt auf "Hopp", sitzt oder steht und wartet. Verlängere die Dauer, des Wartens in den kommenden Monaten immer etwas und übe an unterschiedlichen Orten, mit unterschiedlicher Ablenkung.

Am Ende der Ausbildung kannst du die Leckerlis ausschleichen. Dein Assistenzhund wird keine Leckerlis mehr benötigen, wenn er den Ablauf verinnerlicht hat.

Dein Ziel ist es, dass dein Assistenzhund auch bei geöffneter Autotür zuerst auf deine Freigabe "Hopp" wartet und sich auch nach dem Herausspringen bei dir aufhält.

Auf dem Video kannst du dir ansehen, wie Epilepsiewarnhund Dundee dies im Training verinnerlicht hat.



Für die Welpenbeginner:

Mit einem Welpen ist es noch einfacher, weil du deinen Welpen sowieso immer noch ins Auto heben musst und er nicht selbst hereinspringt. Hier fängst du einfach vom ersten Tag an, sobald du ihn ins Auto und wieder heraushebst, ein Kommando beim Hochheben zu sagen, beispielsweise "Hopp". Dadurch lernt er ganz nebenbei, das Ein- und Aussteigen mit dem Kommando "Hopp" zu verknüpfen.

Dein Welpe wird es dir danken und diese Aufgaben schnell lernen. Später, wenn er selbst springt, lässt du ihn einfach, wenn du die Autotür öffnest, auf Kommando sitzen oder stehen und warten, bis du ihm das Kommando "Hopp" gibst.


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