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Neue Studie zu PTBS-Assistenzhunden: PTBS-Assistenzhunde helfen mehr als herkömmliche Behandlungsmethoden allein

Neue Studie zu PTBS-Assistenzhunden: PTBS-Assistenzhunde helfen mehr als herkömmliche Behandlungsmethoden allein von Luca Barrett Die ...

Neue Studie zu PTBS-Assistenzhunden: PTBS-Assistenzhunde helfen mehr als herkömmliche Behandlungsmethoden allein




von Luca Barrett

Die amerikanische University of Arizona hat eine Forschungsabteilung eigens für PTBS-Assistenzhunde eingerichtet: die OHAIRE Group. Hier forschen sie seit einigen Jahren zu diesem Thema. Am 4. Juni 2024 wurden die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie veröffentlicht: „Service Dogs for Veterans and Military Members With Posttraumatic Stress Disorder A Nonrandomized Controlled Trial“

 

Diese Studie ist die bisher größte Studie, in der PTBS-Assistenzhundehalter mit der herkömmlichen Behandlung für PTBS-Betroffene verglichen werden. Sie wird vom „National Institutes of Health“, einer Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums, finanziert.

 

Die Studie wird von Maggie O'Haire, stellvertretende Dekanin für Forschung und Professorin am College of Veterinary Medicine der University of Arizona, und Evan MacLean, Professor, Gründer und Leiter des Arizona Canine Cognition Center der Universität, geleitet.

 

Im Rahmen der Studie wurden 156 Militärveteranen mit einer PTBS-Diagnose über einen Zeitraum von drei Monaten anhand von selbstberichteten Symptomen und der Einschätzung von Experten untersucht. Die Studie analysierte messbare PTBS-Symptome sowie die psychosoziale Funktionsfähigkeit.

 

Die Teilnehmer der Interventionsgruppe hatten einen PTBS-Assistenzhund erhalten, während die Teilnehmer der Kontrollgruppe auf der Warteliste für einen PTBS-Assistenzhund standen und noch keinen Assistenzhund hatten. Beide Gruppen hatten uneingeschränkten Zugang zu üblichen Behandlungsmethoden für PTBS.

 

Die Assistenzhunde wurden mindestens 60 Stunden von einer Assistenzhundeorganisation in Fremdausbildung trainiert und anschließend erfolgte eine dreiwöchige Einarbeitung mit den Betroffenen. Zudem absolvierten die Teams den Public-Access-Test, um das angemessene Verhalten des Hundes in der Öffentlichkeit zu demonstrieren. Die PTBS-Aufgaben waren: Angstattacken anzeigen und unterbrechen, während Angstzuständen beruhigen, blocken und Sitz-hinten.

 

Die vorab festgelegten messbaren PTBS-Symptome und die psychosoziale Funktionsfähigkeit wurden zu Beginn der Studie (vor dem Einzug eines Assistenzhundes in der Interventionsgruppe) und bei der Nachuntersuchung (etwa 3 Monate nach Abschluss der Studie) bewertet. Der Schwerpunkt wurde auf den Schweregrad der PTBS-Symptome, Depressionen und Angstzustände gelegt. Der Schweregrad der Symptome wurde mit der selbstberichteten PTBS-Checkliste laut DSM-5 (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) gemessen. Eine verblindete, unabhängige Bewertung wurde mit der klinischen PTBS-Skala für DSM-5 durchgeführt; CAPS-5 wurde zur Beurteilung der PTBS-Diagnose verwendet.

 

Die klinischen Gutachter waren hinsichtlich des Studienthemas (Assistenzhunde), des Studiendesigns, des Zeitpunkts (Baseline oder Follow-up) und der Zuordnung der Bedingungen (Intervention oder Kontrolle) verblindet, was bedeutet, dass sie nicht wussten, wer etwa einen Assistenzhund hatte und wer nicht.

 

Die CAPS-5-Bewerter waren Doktoranden der klinischen Psychologie, die von einem erfahrenen Arzt des US Department of Veterans Affairs (VA) geschult wurden. Depressionen wurden mit dem PROMIS-Depression-Fragebogen gemessen. Angst wurde mit dem PROMIS-Angst-Fragebogen gemessen.

 

Die soziale Gesundheit wurde mit dem PROMIS-Fragebogen (Fähigkeit zur Teilnahme an sozialen Rollen und Aktivitäten, soziale Isolation und Soziales) gemessen. Die Lebensqualität wurde mit der Bradburn-Skala des psychologischen Wohlbefindens, der Satisfaction With Life Scale, der 10-Item Connor-Davidson Resilience Scale, der Veterans RAND 12-Item Health Survey Mental Component Score und PROMIS Short Form Version 1.0 für den Bereich Wut gemessen.

 

Suizidalität wurde mit der Columbia-Suicide Severity Rating Scale und dem neunteiligen Patientenfragebogen erfasst. Zu den explorativen Ergebnissen gehörten PCL-5- und CAPS-5-Teilskalen, insbesondere: Intrusion, Vermeidung, Kognition und Stimmung sowie Erregung und Reaktivität.

 

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass bei denjenigen mit einem PTBS-Assistenzhund nach 3 Monaten signifikant niedrigere PROMIS-Angst-Werte und eine geringere Wahrscheinlichkeit für eine generalisierte Angststörung vorkamen.

 

Die PROMIS-Depressionswerte waren nach 3 Monaten bei den Teilnehmern der Interventionsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant niedriger und die Assistenzhundehalter hatten auch eine geringere Wahrscheinlichkeit nach 3 Monaten eine selbst leichte Depression diagnostiziert zu bekommen.

 

Im Vergleich zur Kontrollgruppe berichteten die Teilnehmer der Interventionsgruppe nach drei Monaten über einen signifikant geringeren Schweregrad der PTBS-Symptome. Als die klinischen Gutachter die Teilnehmer nach drei Monaten noch mal untersuchten, um zu sehen, inwiefern diese die Kriterien für eine PTBS-Diagnose erfüllen, waren die Diagnosen bei den Assistenzhundehaltern um 66 % verringert.

 

Dr. O'Haire äußert sich: „Diese Studie untermauert, was wir seit fast einem Jahrzehnt untersuchen, nämlich dass PTBS-Assistenzhunde von großem Nutzen sind.“

 

Diese Studie ist die erste dieser Art, bei der zur Messung der Ergebnisse verblindete klinische Gutachten verwendet wurden.

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