Emotionale Intelligenz beim Welpen: Kann man sie schon früh erkennen? von Luca Barrett In den ersten drei Teilen unserer Serie haben wir u...
Emotionale Intelligenz beim Welpen: Kann man sie schon früh erkennen?
von Luca Barrett
In den ersten drei Teilen unserer Serie haben wir uns Schritt für Schritt mit der emotionalen Intelligenz bei Hunden beschäftigt.
Doch wann beginnen solche Fähigkeiten eigentlich?
Kann man emotionale Intelligenz bereits bei einem Welpen beobachten?
Und wenn ja: Woran könnten wir sie erkennen?
Wie alles begann
Manchmal entsteht eine wissenschaftliche Frage aus einem ganz persönlichen Erlebnis.
Der Seelenhund von Diana Poyson war 15 Jahre alt, als es ihm zunehmend schlechter ging. Als sie eines Tages mit ihm zum Tierarzt fuhr, geschah etwas, das sie bis dahin noch nie bei ihrem jüngeren Hund erlebt hatte: Sein siebenjähriger Labradoodle-Bruder trug plötzlich ein Kuscheltier zu ihm ins Autokörbchen.
Es war das gemeinsame Lieblingskuscheltier der beiden. Noch wenige Wochen zuvor hatten sie damit miteinander gespielt und sich gegenseitig durch den Garten gejagt. Nun legte der jüngere Hund es zu seinem kranken Bruder.
Der Tierarzt konnte dem alten Hund leider nicht mehr helfen. Diana brachte ihn deshalb noch einmal nach Hause, damit er dort im Kreis seiner Familie Abschied nehmen konnte.
In den folgenden Tagen wich sein jüngerer Bruder kaum von seiner Seite. Jeden Morgen führte ihn sein erster Weg zu seinem alten Hundebruder auf dem Sofa. Immer wieder schaute er nach ihm und brachte ihm das gemeinsame Kuscheltier.
Und dann kam der Moment, der uns bis heute beschäftigt.
Der jüngere Hund lag zunächst auf der anderen Seite des L-Sofas, hinter den Menschen, die sich um seinen sterbenden Bruder versammelt hatten. Er war also nicht unmittelbar bei ihm.
Doch plötzlich setzte er sich in Bewegung.
Er ging auf dem Sofa geradeaus von einer Seite auf die andere, genau dorthin, wo sein Bruder lag. Dabei saß ein Mensch zwischen den beiden. Doch auch das hielt ihn nicht auf. Der Hund schob den Rücken des Menschen ein Stück zur Seite und drängte sich hinter dessen Rücken zwischen den Menschen und die Sofalehne, um zu seinem Bruder zu gelangen.
Er veränderte seine Position, überwand dabei das Hindernis, das zwischen ihm und seinem Bruder lag, und gelangte schließlich zu ihm.
Dort drängte er sich ganz nah an den alten Hund. Seine Schnauze lag auf dem Rücken seines Bruders, genau in dieser vertrauten körperlichen Nähe, die die beiden über all die Jahre auch beim Schlafen immer wieder gesucht hatten.
Während die menschliche Familie den alten Hund streichelte, blieb auch sein jüngerer Bruder dicht bei ihm. So konnte der alte Hund seinen letzten Weg nicht nur umgeben von seinen Menschen gehen, sondern auch mit seinem vertrauten Bruder ganz nah an seiner Seite.
Die beiden hatten ihr ganzes Leben lang eine enge Bindung gehabt. Aber dass der jüngere Hund gerade in diesen letzten Minuten seine Position veränderte, sich trotz des Menschen, der zwischen ihnen saß, zu seinem Bruder durchdrängte und anschließend diese körperliche Nähe suchte, hatten weder Diana noch ich zuvor bei einem Hund erlebt.
Auch in Gesprächen mit anderen Hundeexpertinnen und Hundeexperten wurde dieses Verhalten als außergewöhnlich beschrieben. Dabei fiel mehrfach ein Begriff, der uns nicht mehr losließ: emotionale Intelligenz.
Als Diana irgendwann darüber nachdachte, ihrem Labradoodle wieder einen jungen Hund an die Seite zu geben, stellte sich deshalb eine ganz praktische Frage: Wenn wir einen Welpen auswählen, worauf sollten wir achten?
Wir suchten keinen zukünftigen Assistenzhund. Der Welpe sollte einfach ein geliebtes Familienmitglied werden. Aber wir hofften auf einen Hund, der eine enge Beziehung zu seinem neuen hündischen Bruder aufbauen kann, soziale Signale wahrnimmt, Rücksicht nimmt und auch dann Nähe sucht, wenn sein Gegenüber sie braucht.
Und plötzlich war unsere theoretische Frage ganz konkret geworden:
Kann man bei einem Welpen bereits erste Hinweise auf eine hohe emotionale Intelligenz erkennen?
Und genau daraus entstand die Frage, die uns schließlich zu dieser ganzen Blogserie geführt hat.
Was kann man bei einem Welpen schon erkennen?
Ein Welpe kommt nicht als fertiger Hund auf die Welt.
Trotzdem bringt er bereits individuelle Voraussetzungen mit. Jeder Welpe hat sein eigenes Temperament, seine eigene Art, auf Menschen und andere Hunde zu reagieren, und unterschiedliche Tendenzen im Umgang mit neuen Situationen.
Gleichzeitig ist ein etwa acht Wochen alter Welpe noch mitten in seiner Entwicklung.
Er lernt von seiner Mutter, von seinen Geschwistern, von erwachsenen Hunden des Züchters und von Menschen. Er sammelt Erfahrungen und entwickelt dabei immer weiter seine sozialen Fähigkeiten.
Deshalb wollten wir wissen:
Was davon können wir bei einem Welpen bereits beobachten?
Drei Tests aus Teil 3 dieser Blogserie kannst du bereits beim Welpen anwenden
Für die ersten Beobachtungen müssen wir gar keine völlig neuen Tests entwickeln.
Drei unserer Tests aus Teil 3 lassen sich grundsätzlich bereits bei einem Welpen anwenden, beispielsweise bei einem Besuch beim Züchter im Alter von etwa acht Wochen.
Natürlich sollte daraus keine Prüfungssituation werden.
Ein Welpe kann müde, aufgeregt, neugierig oder gerade mit seinen Geschwistern beschäftigt sein. Deshalb geht es auch hier nicht um eine einzelne Reaktion, sondern darum, den Welpen möglichst entspannt und über einen gewissen Zeitraum zu beobachten.
Test 1: Wie reagiert der Welpe auf deine emotionale Veränderung?
Den „Weintest“ aus Teil 3 kannst du grundsätzlich schon bei einem Welpen beobachten. Als Teil unserer Auswahl für bestimmte Assistenzhundearten führen wir diesen Test bereits seit Jahrzehnten durch.
Dabei würde ich allerdings besonders vorsichtig vorgehen. Ein acht Wochen alter Welpe sollte nicht absichtlich erschreckt oder stark verunsichert werden.
Es reicht, wenn du dich ruhig verhältst und kurz ein leises Weinen simulierst.
Beobachte:
- Orientiert sich der Welpe zu dir?
- Unterbricht er sein Spiel?
- Kommt er näher?
- Beobachtet er dich aufmerksam?
- Sucht er Kontakt?
- Oder bleibt er ganz bei dem, was er gerade macht?
Auch hier gibt es keine „richtige“ Antwort.
Interessant ist vielmehr die Frage:
Nimmt der Welpe eine Veränderung wahr und reagiert er darauf?
Test 2: Bemerkt der Welpe deine Körpersprache?
Auch den zweiten Test aus Teil 3 kannst du bereits bei einem Welpen ausprobieren. Diesen Test führen wir ebenfalls schon für einige Assistenzhundearten seit Jahrzehnten bei Welpen durch.
Verändere deine Körperhaltung, ohne den Welpen zu rufen oder ihn zu locken.
Zum Beispiel:
Du sitzt zunächst ruhig auf dem Boden und stehst anschließend langsam auf.
Oder du stehst und gehst plötzlich in die Hocke.
Was macht der Welpe?
· Schaut er zu dir?
· Kommt er näher?
· Unterbricht er kurz sein Spiel?
· Verändert er seine eigene Körperhaltung?
Test 3: Erkennt der Welpe einen veränderten Kontext?
Auch unser dritter Test aus Teil 3 funktioniert bereits im Welpenalter.
Beobachte beispielsweise eine kurze Spielsituation.
Spielt der Welpe gerade mit dir, kannst du das Spiel ruhig beenden und dem Welpen das Spielzeug alleine überlassen, während du ihn beobachtest.
Was passiert dann?
· Fordert der Welpe dich weiter zum Spielen auf?
· Orientiert er sich neu?
· Sucht er sich eine andere Beschäftigung?
· Wartet er ab?
Auch hier ist nicht entscheidend, wie stark der Welpe reagiert.
Interessanter ist, ob er eine Veränderung in der Situation wahrnimmt und sein Verhalten daran anpasst.
Test 4: Wie geht der Welpe mit anderen Hunden um?
Dieser Test ist beim Besuch beim Züchter besonders spannend.
Denn dort kannst du etwas beobachten, was ein einzelner Test mit einem Menschen niemals zeigen kann:
Wie kommuniziert der Welpe mit anderen Hunden?
Beobachte zunächst die Geschwister untereinander.
Wie geht der Welpe mit einem anderen Welpen um?
Spielt er fair?
Kann er aufhören, wenn der andere nicht mehr spielen möchte?
Akzeptiert er, wenn ein Geschwisterchen Abstand sucht?
Passt er seine Geschwindigkeit oder Intensität an?
Noch interessanter wird es, wenn du den Welpen in der Interaktion mit einem erwachsenen Hund beobachten kannst. Hat der Züchter noch weitere erwachsene Hunde außer der Mutter? Dann kannst du ihn bitten, ob du beobachten darfst, wie dieser Welpe mit einem erwachsenen Hund interagiert, sofern das für den Welpen sicher ist.
Vielleicht setzt sich der erwachsene Hund hin.
Vielleicht wendet er den Kopf ab.
Vielleicht geht er einen Schritt zur Seite.
Vielleicht beendet er ein Spiel.
Vielleicht zeigt er dem Welpen sehr deutlich, dass er gerade keinen Kontakt möchte.
Wie reagiert der Welpe darauf?
· Ignoriert er die Signale und macht einfach weiter?
· Oder scheint er zu bemerken, dass der erwachsene Hund etwas anderes kommuniziert und verändert daraufhin sein eigenes Verhalten?
Genau solche Situationen können sehr aufschlussreich sein.
Denn ein Welpe, der die Signale eines erwachsenen Hundes wahrnimmt und sein eigenes Verhalten daran anpasst, zeigt eine wichtige soziale Fähigkeit.
Dabei sollten wir allerdings nicht vorschnell urteilen. Ein einzelnes Verhalten kann immer verschiedene Ursachen haben. Außerdem muss ein Welpe soziale Regeln erst lernen.
Deshalb würde ich nicht fragen:
„Welcher Welpe ist der emotional intelligenteste?“
Sondern:
„Welcher Welpe nimmt die Signale seines Gegenübers wahr und wie flexibel reagiert er darauf?“
Test 5: Welcher Welpe sucht freiwillig den Kontakt zum Menschen?
Ein weiterer interessanter Beobachtungspunkt ist die soziale Anziehung zu Menschen.
Auch in der wissenschaftlichen Welpenforschung gibt es Tests, bei denen untersucht wird, wie sich Welpen freiwillig Menschen zuwenden.
Beim Besuch beim Züchter kannst du etwas Ähnliches beobachten.
Setz dich ruhig hin und gib dem Welpen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden.
Nicht rufen.
Nicht tragen.
Nicht locken.
Einfach abwarten.
Welcher Welpe kommt freiwillig?
Welcher bleibt zunächst auf Abstand und beobachtet?
Welcher nähert sich vorsichtig?
Welcher nimmt Kontakt auf?
Dabei geht es nicht darum, den aufgeschlossensten Welpen automatisch zum emotional intelligentesten zu erklären.
Ein besonders mutiger Welpe ist nicht automatisch emotional intelligenter als ein vorsichtiger Welpe.
Spannend ist vielmehr die Art der sozialen Orientierung.
Sucht der Welpe von sich aus den Kontakt zu einem Menschen?
Und wie verhält er sich dabei?
Test 6: Was macht der Welpe, wenn du einfach nur ruhig dasitzt?
Es ist ein Unterschied, ob ein Welpe zu einem Menschen kommt, um mit ihm zu spielen oder ob er auch dann freiwillig soziale Nähe sucht, wenn der Mensch gar nichts von ihm möchte.
Setz dich beim Züchter einmal ruhig auf den Boden.
Ruf den Welpen nicht.
Locke ihn nicht.
Biete ihm kein Spielzeug an.
Lass ihn einfach selbst entscheiden, was er tun möchte.
Vielleicht kommt er sofort zu dir.
Aber jetzt wird es interessant:
Was macht er, wenn er bei dir angekommen ist?
· Versucht er sofort, mit deinen Schnürsenkeln zu spielen?
· Springt er an dir hoch?
· Rennt er wieder weiter und sucht den nächsten spannenden Reiz?
· Oder wird er ruhiger, wenn du ruhig sitzt?
· Vielleicht setzt er sich neben dich.
· Vielleicht legt er sich an dein Bein.
· Vielleicht lehnt er sich an dich.
· Vielleicht bleibt er einfach eine Weile in deiner Nähe und beobachtet seine Umgebung.
Genau diese Unterschiede können interessant sein.
Denn hier beobachten wir nicht nur, ob ein Welpe Kontakt zu einem Menschen aufnimmt, sondern auch, wie er diesen Kontakt gestaltet.
Sucht er ausschließlich Aktivität und Spiel?
Oder kann er sich auf eine ruhige soziale Situation einlassen und sein eigenes Verhalten daran anpassen?
Welpen haben unterschiedliche Temperamente. Außerdem kann ein Welpe beim Besuch beim Züchter gerade aufgeregt, müde oder besonders neugierig sein.
Deshalb sollte auch dieser Test nie isoliert betrachtet werden.
Aber wenn ein Welpe von sich aus die Nähe eines Menschen sucht und sich dabei auch auf eine ruhige gemeinsame Situation einlässt, ist das eine interessante Beobachtung.
Vielleicht zeigt sich soziale Orientierung manchmal gerade darin, dass nichts passiert.
Test 7: Welcher Welpe folgt freiwillig?
Ein weiterer in der Welpenforschung verwendeter Test ist der sogenannte Folgen-Test.
Dabei entfernt sich ein Mensch langsam vom Welpen und beobachtet, ob der Welpe ihm freiwillig folgt.
Das klingt zunächst sehr einfach.
Aber gerade deshalb ist es interessant.
Denn wir können beobachten:
· Orientiert sich der Welpe freiwillig an einem Menschen?
· Bleibt er stehen?
· Beobachtet er den Menschen?
· Geht er hinterher?
· Wie lange bleibt er in seiner Nähe?
Auch dieser Test sollte nicht als Wettbewerb verstanden werden.
Aber zusammen mit anderen Beobachtungen kann er Hinweise darauf geben, wie stark ein Welpe bereits sozial orientiert ist.
Und was ist mit der Bindung zu anderen Hunden?
Genau hier wird es für unsere Geschichte besonders interessant.
Denn bei der Suche nach einem neuen kleinen Bruder für Dianas Labradoodle wollten wir nicht nur wissen:
„Ist dieser Welpe menschenbezogen?“
Wir wollten wissen:
„Kann dieser Welpe auch eine enge soziale Beziehung zu einem anderen Hund entwickeln?“
Das lässt sich bei einem acht Wochen alten Welpen natürlich nicht zuverlässig vorhersagen. Welche Beziehung sich zwischen zwei Hunden entwickeln und ob daraus später eine enge Bindung entsteht, können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen.
Aber man kann beobachten, welche Formen von sozialem Verhalten ein Welpe bereits zeigt.
· Sucht er nach dem Spielen immer wieder die Nähe seiner Geschwister?
· Liegt er freiwillig neben einem anderen Welpen?
· Kuschelt er sich an?
· Kehrt er nach einer Erkundung zu seinen Geschwistern zurück?
· Kann er Nähe zulassen, ohne dass gerade gespielt wird?
· Und wie verhält er sich gegenüber erwachsenen Hunden?
Gerade dieser letzte Punkt ist für uns besonders interessant.
Denn soziale Motivation ist nicht dasselbe wie Spielmotivation.
Ein Welpe, der auf einen Menschen zurennt, weil dieser mit einem Spielzeug winkt, zeigt natürlich soziale Orientierung. Aber etwas anderes ist es, wenn ein Welpe nach dem Spielen oder Erkunden freiwillig zurückkommt und einfach die Nähe eines Menschen oder eines anderen Hundes sucht, obwohl gerade nichts Besonderes passiert.
Diese Unterschiede können uns viel über die Art der sozialen Orientierung eines Welpen erzählen.
Was bringt ein Welpe bereits mit?
Ein Welpe kommt nicht als unbeschriebenes Blatt auf die Welt.
Er bringt bestimmte biologische und temperamentbedingte Voraussetzungen mit. Dazu gehören beispielsweise individuelle Unterschiede darin, wie schnell er auf neue Reize reagiert, wie stark er soziale Nähe sucht oder wie vorsichtig beziehungsweise aufgeschlossen er sich zeigt.
Aber daraus entsteht noch kein fertiger erwachsener Hund.
Veranlagung und Erfahrung wirken zusammen.
Ein Welpe, der heute besonders vorsichtig ist, kann mit guten Erfahrungen deutlich selbstsicherer werden.
Ein Welpe, der heute sehr kontaktfreudig ist, kann durch schlechte Erfahrungen später vorsichtiger werden.
Und ein Welpe, der bereits sehr fein auf andere Hunde reagiert, braucht trotzdem weitere Erfahrungen, um seine sozialen Fähigkeiten auszubauen.
Die Entwicklung endet nicht mit dem Einzug in die neue Familie.
Im Gegenteil.
Sie geht dort erst richtig weiter.
Und welche Rolle spielt die Bindung?
Auch Bindung ist kein Merkmal, das ein Welpe einfach hat oder nicht hat.
Ein Welpe kann früh eine starke soziale Orientierung zeigen und gute Voraussetzungen für enge Beziehungen mitbringen. Die konkrete Bindung zu einem bestimmten Menschen oder Hund entwickelt sich jedoch durch wiederholte Erfahrungen.
Sicherheit, Verlässlichkeit, gemeinsame Interaktion und positive Erfahrungen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Das gilt auch für die Beziehung zwischen zwei Hunden.
Ein Welpe kann grundsätzlich sehr sozial sein und trotzdem nicht zu jedem Hund eine enge Bindung entwickeln.
Umgekehrt kann sich zwischen zwei Hunden eine außergewöhnlich enge Bindung entwickeln, weil ihre Persönlichkeiten und Bedürfnisse besonders gut zusammenpassen.
Auch deshalb können wir beim Züchter zwar Hinweise beobachten, aber keine spätere Beziehung vorhersagen.
Und jetzt beginnt unsere ganz persönliche Geschichte …
2027 wird für unseren Assistenzhundeverband ein ganz besonderes Jahr.
Wir feiern das 20-jährige Bestehen unseres Verbandes.
Und zu diesem Jubiläum bekommt unser Verband ein ganz besonderes Maskottchen auf vier Pfoten.
Das Spannende daran?
Wir werden seine Entwicklung von Anfang an begleiten.
Wir werden beobachten, wie er die Welt entdeckt.
Wie er mit Menschen kommuniziert.
Wie er mit anderen Hunden umgeht.
Wie er lernt.
Wie er trainiert.
Wie er mit neuen Situationen zurechtkommt.
Und natürlich wird auch die emotionale Intelligenz immer wieder eine Rolle spielen.
Denn genau deshalb ist diese kleine Fellnase schon jetzt so spannend.
Wir wollen nicht nur erzählen, was emotionale Intelligenz bei Hunden bedeutet.
Wir wollen sie im echten Leben beobachten.
Der Welpe wird uns hier im Blog begleiten.
Auf YouTube wird er bei seinen Abenteuern zu sehen sein, beim Training, beim Entdecken der Welt und natürlich auch im ganz normalen Hundealltag.
Und irgendwann wird er nicht mehr nur unser kleines Verbandsmaskottchen sein.
Er wird auch unsere Studierenden in den Trainerausbildungen begleiten. Im Online-Campus werden Videos mit ihm zeigen, wie einzelne Trainingsschritte tatsächlich aussehen und sich entwickeln. Denn manchmal wird ein Trainingsschritt viel verständlicher, wenn man nicht nur eine Erklärung liest, sondern einen echten Hund dabei beobachten kann.
Einen Hund, der lernt.
Der ausprobiert.
Der Fehler macht.
Der Fortschritte macht.
Und der sich mit jeder Erfahrung weiterentwickelt.
Und vielleicht wird genau das die schönste Fortsetzung unserer Geschichte:
Wir haben uns gefragt, ob man emotionale Intelligenz bei einem Welpen schon früh erkennen kann.
Nun bekommen wir die Gelegenheit, einen Welpen von Anfang an dabei zu beobachten.
Noch ist er nicht geboren.
Aber wir wissen, wonach wir suchen: nach einem Welpen, der schon früh Hinweise auf eine hohe emotionale Intelligenz erkennen lässt.
Und vielleicht können wir euch schon bald erzählen, dass wir ihn gefunden haben.
Die Suche beginnt.

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