7 Anzeichen für hohe emotionale Intelligenz bei Hunden von Luca Barrett Woran erkennt man einen emotional intelligenten Hund? Jetzt wird ...
von Luca Barrett
Woran erkennt man einen emotional intelligenten Hund?
Jetzt wird es für den Alltag interessant.
Denn emotionale Intelligenz lässt sich nicht an einer einzigen Verhaltensweise ablesen.
Sie zeigt sich vielmehr in vielen kleinen Situationen.
1. Der Hund beobachtet Menschen aufmerksam
Ein emotional intelligenter Hund beobachtet häufig sehr genau, was Menschen tun.
Er achtet auf:
· Bewegungen,
· Körperhaltung,
· Stimme,
· Gesichtsausdruck,
· Aktivität,
· Stimmung und Routinen.
Ein Hund mit einer hohen emotionalen Intelligenz bemerkt beispielsweise, dass sein Mensch ungewöhnlich still ist oder sich anders bewegt als sonst.
2. Er reagiert auf die Stimmung seines Menschen
Manche Hunde werden besonders aufmerksam, wenn ihr Mensch traurig oder gestresst ist.
Sie suchen Nähe.
Andere setzen sich einfach daneben.
Manche bringen ein Spielzeug.
Einige trösten aktiv, indem sie den Menschen ablecken oder anstupsen.
Und wieder andere bleiben ruhig in der Nähe.
3. Er kann die Körpersprache anderer Hunde auch in feinen Nuancen lesen
Das ist im Zusammenleben mit mehreren Hunden besonders wichtig.
Ein Hund mit einer hohen emotionalen Intelligenz bemerkt beispielsweise:
„Der andere Hund möchte gerade nicht spielen.“
Oder:
„Das wird ihm gerade zu viel.“
Oder:
„Jetzt ist wieder Raum für eine Annäherung.“
Das bedeutet nicht, dass ein emotional intelligenter Hund niemals Grenzen überschreitet.
Aber sie zeigen häufig die Fähigkeit, soziale Informationen aufzunehmen und ihr Verhalten entsprechend anzupassen.
4. Anpassungsfähigkeit
Ein Hund mit einer hohen emotionalen Intelligenz verhält sich nicht mit jedem sozialen Partner gleich.
Mit einem jungen, wilden Hund spielt er vielleicht ausgelassen.
Mit einem vorsichtigen Hund nähert er sich langsamer.
Bei einem älteren Hund hält er mehr Abstand.
Bei seinem Menschen sucht er vielleicht Nähe.
Bei einem Fremden wartet er zunächst ab.
Diese Anpassungsfähigkeit ist soziale Kompetenz.
Deshalb ist ein Hund, der jeden Menschen und jeden Hund stürmisch begrüßen möchte, nicht automatisch emotional intelligenter als ein Hund, der zunächst beobachtet und anschließend passend reagiert.
5. Er respektiert Grenzen
Ein besonders schönes Beispiel findet man beim Spiel.
Zwei Hunde spielen miteinander.
Einer wird langsamer.
Er dreht den Kopf weg.
Er entfernt sich.
Vielleicht schnüffelt er plötzlich am Boden.
Ein Spielpartner mit einer hohen emotionalen Intelligenz kann diese Signale wahrnehmen und das Spiel entsprechend verändern oder unterbrechen.
Genau hier zeigt sich ein entscheidender Unterschied:
Hohe emotionale Intelligenz bedeutet nicht, dass ein Hund immer Kontakt möchte.
Sie bedeutet, dass er die Wünsche und die Grenzen seines Gegenübers wahrnehmen kann.
Ein Hund darf deshalb durchaus sagen:
„Ich möchte gerade nicht.“
Und ein emotional intelligenter Hund kann dieses „Nein“ akzeptieren.
6. Er sucht bei Unsicherheit Orientierung
Ein weiterer interessanter Hinweis ist die Orientierung am Menschen.
Ein Hund entdeckt etwas Unbekanntes.
Er schaut.
Er zögert.
Dann blickt ein emotional intelligenter Hund zu seinem Menschen.
Vielleicht nähert er sich anschließend vorsichtig weiter.
Oder er entscheidet sich dafür, Abstand zu halten.
Dieses Verhalten zeigt, dass emotional intelligente Hunde Informationen von Menschen nutzen, um unbekannte Situationen einzuschätzen.
7. Ein emotional intelligenter Hund kann zwischen Situationen unterscheiden
Ein Hund, der gelernt hat:
„Wenn mein Mensch weint, springe ich auf den Schoß.“
hat dies als Kommando gelernt.
Ein emotional intelligenter Hund, der dagegen flexibel auf unterschiedliche Situationen reagiert, zeigt eine andere Qualität.
Vielleicht sucht er Nähe, wenn sein Mensch traurig ist.
Aber wenn sein Mensch konzentriert arbeitet, wartet er ruhig.
Wenn Besuch kommt, verhält er sich anders.
Wenn ein anderer Hund unsicher ist, wird er vorsichtiger.
Emotionale Intelligenz zeigt sich deshalb besonders in der Flexibilität.
Nicht immer dasselbe Verhalten zeigen, sondern das passende Verhalten für die jeweilige Situation finden.

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